Endstation-Traumstadt Sydney

Veröffentlicht am 26. März 2026 um 04:00

Am Montagabend begeben wir uns auf unsere letzte Etappe dieser Reise nach Sydney im Bundesstaat "New South Wales". Bevor wir dafür abends in einen Inlandsflieger steigen, bin ich am frühen Nachmittag erstmal noch Passagier in einem viel viel kleineren Flugzeug mit nur 9 Sitzplätzen. Nachdem ich mir das wundervolle Great Barrier Reef unter Wasser angesehen habe, erfülle ich mir kurzentschlossen noch den Traum, es auch noch von oben aus der Luft zu betrachten. Leute, was soll ich Euch sagen, dass ist der Kracher. Dieser Anblick des Riffs aus der Vogel Perspektive ist traumhaft schön und nicht in Worte zu fassen. Erst jetzt hier oben wird einem bewusst, welche flächenmäßige Dimension dieses Riff vor der Küste Queensland annimmt. Heiliger Bimbam! Schau gern ein letztes Mal für diese Reise aus meinem Fenster.

Eine pulsierende Metropole

Es ist Dienstag, in Sydney scheint die Sonne und der Himmel ist nahezu wolkenlos. Perfekt für unsere Erkundungstour durch die Stadt. Ich bin neugierig und gespannt wie ein Flitzebogen-vor allem auf DAS ikonische Wahrzeichen von Sydney, das Opernhaus.

Die Metropole hat wie Melbourne ca. 5 Mio Einwohner, wirkt aber auf mich größer und weitflächiger angelegt. Man bewegt sich am besten mit dem Bus oder einer der vielen Fähren, die einen schnell und bequem über das Wasser zur anderen Seite bringen. Das Bezahlsystem für öffentliche Verkehrsmittel ist hier einfach wie genial. Man hält beim Einsteigen die Kreditkarte an ein Lesegerät und beim Aussteigen auch. Quasi Check-in und Check-out. Eine Fahrt egal mit welchem Verkehrsmittel und wie lange kostete 1 Australischen Dollar, umgerechnet sechzig Cent. Das Tageslimit sind 17 Dollar, somit ist die 18. Fahrt dann kostenfrei. Aber das muss man auch erstmal schaffen. 🤣

Zwei Tage sind wir unterwegs in der Stadt - mein Fazit: Sydney ist wirklich eine schöne und faszinierende Stadt, allein die Skyline und die Opera verschaffen einem Gänsehautgefühl. So oft hat man dieses Bild im Fernsehen oder auf Fotos gesehen, aber es ist einfach ein ganz besonder Moment, wenn man endlich persönlich davor steht oder auf der Fähre daran vorbei fährt. Irgendwie fast sureal. Die Fertigstellung des Opernhauses ist übrigens schon über 50 Jahre her. Die geplanten Kosten lagen damals bei 7 Mio Australische Dollar, am Ende nach 14 Jahren Bauzeit hat das Projekt 102 Mio. verschlungen. Aber schön und einzigartig ist es, und das bis heute!!! In meinem persönlichen Städte-Ranking für Australien schiebt sich Sydney mit einem leichten Vorsprung vor Brisbane auf Platz 1. Es ist bis zum Schluss ein Kopf an Kopf Rennen und final aus dem Bauch entschieden. 

Vielleicht ist mein Ranking damit begründet, dass Sydney anders als Brisbane neben Hochhäusern und legendären Bauwerken auch in etwa 50 echte "Stadt"- Strände im Repertoire hat, unter anderem Bondi und Manly Beach - Aussi Lifestyle pur! In Badeklamotten und FlipFlops mit der Vesper nach Feierabend noch mal kurz zum Strand, schwimmen, relaxen, mit Freunden treffen und surfen. Hier guckt auch niemand komisch, wenn man mit dem Surfbrett und Barguß an der Bushaltestelle steht. 🤣

In Sydney zu leben, ist allerdings die teuerste Option in Australien. Als Australiens größte Metropole führt sie regelmäßig die Rankings der Lebenshaltungskosten an, dicht gefolgt von Melbourne. Also nicht überraschend, dass Sydney zu den Top 20 der teuersten Städte weltweit gehört. Für mich ist das zugegeben für die zwei Tage hier in der Stadt irrelevant, ich gönne mir und genieße es. Denn: Alles ist jetzt! Ein letztes Highlight am Ende dieser Reise ist heute am Mittwoch noch ein Mittagessen im "Altitude" Restaurant im 36. Stock des Shangri-La Towers. Dort erwartet uns eine wirklich atemberaubende Aussicht unter anderem auf das Opera House sowie die Sydney Harbour Bridge und ein super leckeres Essen. Wer nach Sydney kommt, sollte unbedingt hier einen Tisch reservieren.


Der Kängeru Fail ;-)

Eine Sache ist etwas suspekt. Angeblich leben in Australien mehr Kängurus als Menschen. Diese Annahme wird nicht durch meine persönliche statistische Erhebung gestützt. Lach! 🤪 Zu meiner kleinen Enttäuschung haben wir in etwas über drei Wochen Australien 1x eine Kängeru Gruppe ziemlich zu Beginn der Reise gesehen und 1x ein Wollaby (kleinere Kängeruart) nochmal später. "Fahr nach Australien, da kannst Du Kängerus irgendwann nicht mehr sehen." ...haben sie gesagt. 🤣 Nun ja. Shit happens! Wahrscheinlich waren wir einfach zur falschen Zeit am falschen Ort, dass ist eben Natur! 🤎 Aber ein paar Impressionen dieser ulkigen, bis zu 8m weit hüpfenden Beuteltiere habe ich natürlich (auch für Euch) eingefangen.


Bye, bye Down Under!

Die wenigen Kängerusichtungen schmälern nicht meine Begeisterung für das Land. Ich habe hier in Australien in den letzten Wochen so viele einzigartige Dinge erlebt und wahnsinnig viel Spaß gehabt, dass ich jederzeit wieder hierher kommen würde. Das Wetter hat immer mitgespielt und uns dann, wenn es drauf ankam, nie im Stich gelassen. Dafür bin ich unfassbar dankbar. Kurzum: ich hatte eine verdammt gute Zeit hier und bin nun ein großer Fan von Down Under, freue mich jetzt aber auch wieder auf zu Hause. 

Ihr Lieben, es ist soweit. Mein Flieger zurück nach Deutschland geht in knapp 1 Stunde und damit "klappe" ich nun auch für das Abenteuer Australien mein Reisetagebuch zu. Vorerst! Denn es kommen neue Abenteuer - ganz sicher! Danke an Euch alle für's Mitreisen und für Eure lieben Rückmeldungen. Ich freue mich immer von Herzen darüber, dass Ihr mich mit so viel Freude und Begeisterung begleitet. Danke auch an die wundervollen Menschen in meiner Reisegruppe, die diese Reise noch wertvoller gemacht haben. 

Bis bald!

Over and out, Eure Katha ❤️


Klugscheißerwissen 

Australien ist der weltweit führenden Produzent für Merinowolle. Rund 80% der feinen Wolle für die weltweite Bekleidungsindustrie stammen aus Australien. Nein, das Merinoschaf ist hier nicht endemisch, sondern wurde erstmals 1797 nach Australien gebracht. Heute wird speziell mit dem Ziel gezüchtet, extrem dichte Vliese aus sehr feiner, weicher Wolle zu produzieren. Wer also Kleidung aus Merinowolle im Schrank hat z.B Ski-Unterwäsche, der hat sehr wahrscheinlich verarbeitete Wolle aus Australien auf der Haut. 😉


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